Vaskuläre Fehlbildungen des Rückenmarks

Die Gruppe der vaskulären Fehlbildungen des Rückenmarks ist erst seit relativ kurzer Zeit bekannt, da es sich um seltene Erkrankungen handelt. Die Schwierigkeit ihrer Behandlung erfordert eine große Erfahrung. Generell werden sie in drei verschiedene Gruppen unterteilt.

1. Durale arteriovenöse Fisteln

Dabei handelt es sich um eine abnorme Verbindung zwischen einer Arterie der Dura mater und einer Vene des Rückenmarks. Die Folge dieser pathologischen Gefäßverbindung ist ein unzureichender venöser Abfluss auf Höhe des Rückenmarks. Der Patient entwickelt dadurch ein myelopathisches Syndrom mit progredienten neurologischen Defiziten.

Es gibt zwei Behandlungsformen. Die klassische Therapie ist der mikrochirurgische Verschluss der Fistel durch das Anbringen eines Titanclips an der pathologischen Vene. Dr. Robert und Dr. Bonasia führen diese Behandlungen in der Klinik La Source in Lausanne durch.

Die Alternative ist die endovaskuläre Embolisation mit Kleber, der über die Oberschenkelarterie in das pathologische Gefäß eingebracht wird. Die Wahl der geeigneten Behandlung hängt von der genauen Anatomie der Fehlbildung ab.

Durale arteriovenöse Fistel

2. Piale arteriovenöse Fisteln

Dies sind sehr seltene arteriovenöse Fisteln. Die pathologische Verbindung besteht zwischen einer Rückenmarksarterie und einer Rückenmarksvene an der Oberfläche des Rückenmarks. Wie die duralen Fisteln können sie ein progredientes myelopathisches Syndrom verursachen.

Sowohl eine chirurgische als auch eine endovaskuläre Behandlung sind möglich, wobei die therapeutische Entscheidung von der Anatomie der Fistel abhängt. Dr. Robert verfügt über eine anerkannte Erfahrung in der chirurgischen Behandlung dieser Erkrankung und führt diese Eingriffe in der Klinik La Source in Lausanne durch.

Piale arteriovenöse Fistel

3. Arteriovenöse Malformationen des Rückenmarks

Dabei handelt es sich um sehr seltene und komplexe Erkrankungen des Rückenmarks. In der Regel zeigen die Patienten langsam fortschreitende neurologische Defizite ohne Wirbelsäulenschmerzen. Die chirurgische Behandlung dieser Rückenmarksfehlbildungen ist äußerst selten und erfordert eine hochspezialisierte technische Ausstattung.