Iliosakralgelenk Entzündung
Das Iliosakralgelenk ist ein sehr großes, wenig bewegliches Gelenk, das das Kreuzbein mit dem Darmbein verbindet. Seine Funktion ist – im Gegensatz zu den meisten anderen Gelenken – nicht primär mit Bewegung verbunden, sondern mit der Übertragung der Lasten von der Wirbelsäule auf die unteren Extremitäten. Wie alle anderen Gelenke des Körpers kann auch das Iliosakralgelenk von Entzündungen betroffen sein.
Die durch diese Entzündung verursachten Schmerzen sind häufig im unteren Lendenwirbelsäulenbereich lokalisiert, meist seitlich rechts oder links, und können mit einer Ausstrahlung der Schmerzen in die Leistenregion oder in die unteren Extremitäten einhergehen.
Die Diagnose einer Sakroiliitis ist vor allem klinisch und wird gestellt, nachdem andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden, die ähnliche Symptome wie eine iliosakrale Entzündung verursachen können (Hüftarthrose, lumbaler Bandscheibenvorfall, lumbale Spinalkanalstenose).
Unter den bildgebenden Untersuchungen ist die Magnetresonanztomographie der Lendenwirbelsäule und des Beckens die hilfreichste Methode zur Diagnosestellung.
Die Behandlung der iliosakralen Entzündung erfolgt in mehreren Phasen. Zunächst wird eine Therapie mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten durchgeführt, die insbesondere in den frühen Entzündungsphasen zu einer deutlichen Besserung führen kann.
Die Kombination mit einer gezielten physiotherapeutischen Behandlung ist von grundlegender Bedeutung. Diese Therapie ist nicht nur wichtig für das Abklingen der Entzündung des Gelenks, sondern auch zur Vorbeugung zukünftiger Rückfälle.
Bei anhaltender Entzündung oder wenn es notwendig ist, die iliosakrale Entzündung von anderen Erkrankungen abzugrenzen, können gezielte Infiltrationen mit Kortison und Lokalanästhetikum durchgeführt werden.
Gelenkinfiltration
In therapieresistenten Fällen kann ein kleiner Eingriff zur Radiofrequenzablation des Iliosakralgelenks durchgeführt werden.
Dr. Robert und Dr. Bonasia führen diese Behandlungen in ihrer Arztpraxis an den Standorten Manno, Chiasso, Bellinzona und Locarno sowie in der Klinik Ars Medica durch.