Lumbaler Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule ist ein degenerativer Bruch eines der Gelenke der Lendenwirbelsäule. Die Bandscheibe besteht wie ein kleines Kissen zwischen zwei Wirbeln aus einem gallertartigen Kern und einem faserigen Ring. Der innere Teil dieses Kissens kann durch einen Einriss des Faserrings nach außen treten: dies bezeichnet man als Bandscheibenvorfall.

Bandscheibenvorfall mit Nervenwurzelkompression

Die meisten Bandscheibenvorfälle in der Lendenwirbelsäule sind symptomfrei oder verursachen lediglich Schmerzen im Lendenbereich. In etwa 10 % der Fälle kann der Bandscheibenvorfall jedoch einen Nerv im Wirbelkanal komprimieren. Der Patient leidet dann unter Ischias aufgrund einer Schädigung oder Entzündung des Nervs. Die Schmerzen beschränken sich nicht mehr auf den Lendenbereich, sondern strahlen auch in das Bein aus.

 

In den meisten Fällen kann ein Bandscheibenvorfall konservativ behandelt werden, das heißt mit Schmerzmitteln, entzündungshemmenden Medikamenten oder einer Infiltration in die Nähe des eingeklemmten Nervs. Diese Behandlungen zielen darauf ab, die Entzündung des Nervs zu verringern oder zu beseitigen. Eine konservative Behandlung ist jedoch kontraindiziert bei motorischen Defiziten.

 

Wenn konservative Methoden keinen Erfolg bringen, ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt. Dabei handelt es sich um eine Dekompression des Nervs durch Entfernung des Bandscheibenvorfalls. Es ist kein Osteosynthesematerial erforderlich. Der Eingriff dauert etwa 30 Minuten unter Vollnarkose. Dr. Robert und Dr. Bonasia führen diesen Eingriff minimal-invasiv und mikroskopisch durch, um die Hautöffnung (etwa 2 cm) und das paravertebrale Muskeltrauma so gering wie möglich zu halten.

Zugang zur Entfernung des Bandscheibenvorfalls

Nach der chirurgischen Behandlung eines Bandscheibenvorfalls in der Lendenwirbelsäule folgt ein Physiotherapieprogramm zur Entspannung der paravertebralen Muskulatur. Der Patient nimmt seine täglichen Aktivitäten in der Regel nach etwa einem Monat wieder auf. Dr. Robert und Dr. Bonasia empfehlen ambulante Kontrollen für einen Zeitraum von 3 Monaten nach diesem Eingriff.