Lumbale Spinalkanalstenose
Der enge Lendenwirbelkanal ist eine degenerative Erkrankung, die auf Arthrose der Wirbelsäule zurückzuführen ist und daher sehr langsam fortschreitet. Auf Höhe der Lendenwirbelsäule besteht der Wirbelkanal, in dem die Nerven verlaufen, aus drei verschiedenen Gelenken: der Bandscheibe vorne und den beiden Facettengelenken hinten. Bei Arthrose nehmen diese Gelenke mehr Platz ein und verringern dadurch nach und nach die Größe des Wirbelkanals.
Lumbale Spinalkanalstenose
Die Nerven im Wirbelkanal sind zu den Beinen geführt, um die Sensibilität und Motorik zu steuern. Die typischen klinischen Anzeichen eines verengten Lendenwirbelkanals sind Teil des Syndroms „Claudicatio spinalis”. Dabei handelt es sich um Schmerzen, die vom Rücken bis in die Füße ausstrahlen. In besonderen Fällen kann die Lokalisation der Schmerzen je nachdem, welcher oder welche Nerven komprimiert sind, unterschiedlich sein oder nur eines der beiden Beine betreffen. Typisch für dieses Syndrom ist, dass die Schmerzen vor allem nach dem Gehen über eine bestimmte Strecke auftreten. Der Patient ist gezwungen, anzuhalten und sich hinzusetzen. Mit der fortschreitenden Entwicklung und Verengung des Kanals verringert sich tendenziell die Gehstrecke.
Die Behandlung der ersten Wahl ist ein chirurgischer Eingriff zur Dekompression des Wirbelkanals. Er kann an einer oder mehreren Wirbelstellen durchgeführt werden. Dabei wird der hypertrophe Teil der Gelenke und Bänder entfernt, wodurch eine Dekompression der betroffenen Nerven ermöglicht wird. Es ist kein Osteosynthesematerial erforderlich. Der Eingriff dauert unter Vollnarkose etwa 30 Minuten pro dekomprimierte Ebenen. Dr. Robert führt diese Art von Eingriff minimalinvasiv und mikroskopisch durch, um die Hautöffnung (etwa 2-3 cm) und auch das paravertebrale Muskeltrauma so gering wie möglich zu halten. Dr. Robert verfügt über Erfahrung mit dieser Technik aus mehr als 500 operierten Fällen.
Zugang zur Dekompression des Spinalkanals
Die Alternative zur chirurgischen Behandlung ist eine konservative Behandlung mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten oder mit Infiltrationen um die komprimierten Nerven herum. Diese Behandlung kann auch von einer Physiotherapie begleitet werden. Alle diese konservativen Behandlungen zielen darauf ab, die Entzündung der Nerven zu verringern oder zu beseitigen, ermöglichen jedoch keine anatomische Lösung des Problems. Die konservative Behandlung ist bei motorischen Ausfällen, Sphinkterstörungen oder einer raschen Entwicklung des Syndroms kontraindiziert.
Nach einer chirurgischen Behandlung eines engen Lendenwirbelkanals absolviert der Patient eine Physiotherapie, um die paravertebrale Muskulatur zu entspannen, und kehrt nach etwa einem Monat schrittweise zu seinen täglichen Gewohnheiten zurück. Die Besserung der Symptome dauert etwa 3 bis 6 Monate. Dr. Robert empfiehlt in der Regel ambulante Kontrolluntersuchungen für 3 Monate nach diesem Eingriff.