Chronische Rückenschmerzen

Etwa 60 % der Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen. In einem geringeren Prozentsatz der Fälle kann dieses Problem chronisch werden.

In den meisten Fällen sind chronische Rückenschmerzen auf eine degenerative Erkrankung zurückzuführen, die in einer Arthrose der Gelenke der Lendenwirbelsäule und einer Degeneration der Bandscheiben besteht.

Das erste Auftreten von Rückenschmerzen wird in der Regel mit einer schmerzstillenden und entzündungshemmenden Therapie behandelt.

Bei anhaltenden Schmerzen und/oder Vorliegen von Warnzeichen (Trauma, positive onkologische Anamnese, Osteoporose) sind weiterführende radiologische Untersuchungen angezeigt.

Die Magnetresonanztomographie der Lendenwirbelsäule ist die umfassendste Untersuchung für eine erste Abklärung bei anhaltenden Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Je nach Art der Erkrankung kann es angezeigt sein, zusätzlich eine Computertomographie oder spezifische Röntgenaufnahmen durchzuführen.

Wenn die Magnetresonanztomographie bestimmte Erkrankungen (Frakturen, Tumore usw.) ausschließt und lediglich ein Problem im Zusammenhang mit Arthrose ohne Nervenkompressionen aufzeigt, erfolgt die Behandlung in den meisten Fällen konservativ.

Facettengelenksinfiltration

Der erste Ansatz besteht in einer Physiotherapie, die auf die Entspannung der paravertebralen Muskulatur und die Entzündungshemmung der Lendenwirbelgelenke abzielt.

In einigen Fällen reicht die Physiotherapie jedoch nicht aus, um die Schmerzen zu kontrollieren. In diesen Situationen kann die physiotherapeutische Behandlung durch gezielte Infiltrationen in die Lendenwirbelgelenke ergänzt werden.

Bei den Infiltrationen der Facettengelenke wird ein Lokalanästhetikum und Kortison in die Lendenwirbelgelenke injiziert, um die Entzündung zu lindern und eine wirksamere Schmerzbekämpfung zu ermöglichen.

Leider stellen Infiltrationen keine Heilung für Arthrose dar, die derzeit noch nicht verfügbar ist, aber sie ermöglichen eine Schmerzbehandlung in Fällen, die gegenüber Physiotherapie resistent sind. Wenn die Infiltrationen einen zufriedenstellenden Nutzen bringen, können sie im Laufe der Zeit wiederholt werden.

Wir empfehlen immer, einen ausreichenden Abstand zwischen zwei Infiltrationen einzuhalten, um Nebenwirkungen durch eine Anreicherung von Kortison zu vermeiden.

Dr. Robert und Dr. Bonasia führen diese Behandlungen in ihren Arztpraxen in Manno, Chiasso, Bellinzona und Locarno durch.